In den letzten 10 Jahren, von 2008 bis 2018, hatten die 1.000 teuersten Whisky einen Wertanstieg von 560%. Whisky gilt als sicheres Investment und hat einen entscheidenden Unterschied zu teuren Weinflaschen – er hält sich, auch aufgrund seines Alkoholgehaltes, bei weit einfacheren Lagerbedingungen als Wein.

 

Volksrepublik China

 

Vor allem in China wird Whisky immer beliebter. Durch den Aktiencrash und die Abwertung der Landeswährung setzen immer mehr Chinesen auf ein Investment in flüssiges Gold, wie Whisky noch genannt wird. Dies verstärkt den globalen Trend weg von Aktien, Anleihen und Immobilien hin zu Sachwerten wie eben Whisky und andere Spirituosen – aber auch die Nullzinspolitik der Notenbanken ist ein weiterer Grund dafür.

 

Nachfrage

 

Die verstärkte Nachfrage aus China und anderen aufstrebenden asiatischen Staaten lässt die Whiskypreise weiter steigen. Single Malt Whisky ist zu einem Getränk der Aufsteiger geworden, teure Whiskies gehen vor allem an Singapur, Hongkong und China. Als Anlage wird Whisky deshalb genutzt, weil er hochwertig und begrenzt ist und die Nachfrage die letzten Dekaden immer gestiegen ist.

 

Engpässe

 

Für die kommenden Jahre wird im Hochpreissegment sogar ein Engpass vorausgesagt. Die Warenlager schottischer Destillerien leeren sich kontinuierlich, da der zukünftige Konsum- und Anlagetrend in den 1990er Jahren bei der Produktion komplett unterschätzt wurde. Global wird es also mehr Nachfrage als Angebot geben, was zu Preisanstiegen führen wird.

 

Anlage

 

Bei Anlangen wird besonders auf Single Malts gesetzt, immer häufiger erfreuen sich japanische Whisky zunehmender Popularität. Das Alter spielt bei der Auswahl natürlich eine Rolle – große Wertsteigerungen gibt es bei jenen Abfüllungen, welche länger als 20 Jahre im Fass gereift sind oder bei alten Abfüllungen aus den 1940s-60s die heute noch auf dem Markt gehandelt werden . Auch Jahrgangswhiskies versprechen aufgrund der Seltenheit in Zukunft satte Renditen. Experten schätzen die zu erzielende Rendite bei einem ausgewogenen Whiskysortiment auf 4 bis 8 Prozent pro Jahr, zweistellige Ergebnisse sind möglich.